Patientensicherheit mit IM-Assist

InfoMedis hat am Kantonsspital St Gallen ein System entwickelt, das einen echten Beitrag zur Patientensicherheit leistet, vor Allem aber eine Prozesskontrolle und automatische Dokumentation in äusserst komplexen Arbeitsabläufen unterstützt. Das Projekt wurde im OP, auf der Pflegestation und im Blutspendezentrum mit knapp 1000 Patienten durchgeführt. Es wurde die gesamte Prozesskette von der Blutabnahme, Blutuntersuchung, Zuteilung von Blutkonserven und schliesslich die Zuordnung der Blutkonserven zum Patienten gesichert. Gesichert heisst, dass in dieser Prozesskette Verwechslungen praktisch ausgeschlossen sind.

 

Basis ist die elektronische Patienten- und Objektidentifikation über Barcode und RFID. Jeder Patient erhält ein Armband mit einem Barcode und einem Chip. Die Patienten-ID kann so auch dann ermittelt werden, wenn der Patient im OP nicht mehr ansprechbar ist. Im Test zeigte sich, dass nicht nur Blutkonserven, sondern auch Behandlungslisten über Barcodes eindeutig dem Patienten zugeordnet werden können. Als generisches System kann das IM-Assist-System auch auf die Zuordnung von Medikamenten oder Geräten erweitert werden. 
 

IM-Assist wird, abstrakt gesehen, wie eine Sicherheits-Ebene zwischen die Objekt- und IT-Ebene gelegt. Es bietet neben der Sicherungsfunktion auch eine genaue Dokumentation aller Handlungen pro Patient. Die bestehende IT-Infrastruktur muss nicht geändert werden. Dadurch ist eine sehr kostengünstige Installation möglich.

Ein wichtiges Ergebnis der bisherigen Studien war, dass die Patienten in einem Armband einen aktiven Beitrag zu Ihrer persönlichen Sicherheit
sehen. Und das Personal empfindet IM-Assist als eine wertvolle Hilfestellung im Arbeitsalltag.